Castanea sativa nennen die Botaniker die europäische Esskastanie. Aber der Begriff Esskastanie ist schon wieder umstritten. Zunächst mal wegen der Rechtschreibung: Esskastanie oder Eßkastanie?
Dann kann man auch streiten ob der Baum nicht besser Edelkastanie, Essbare Kastanie oder Echte Kastanie genannt werden soll. Eigentlich egal.
Die Früchte haben auch viele Namen: Maroni, Marroni, Maronen, marroni, marrons, Keschde, chestnuts. Wichtiger als Namen sind die inneren Werte ...
100 g essbarer Anteil der Esskastanie enthalten im Mittel:
| Wasser | 50,10 g |
| Eiweiß | 2,92 g |
| Fett | 1,90 g |
| Kohlenhydrate | 42,80 g |
| Ballaststoffe | 1,42 g |
| Mineralstoffe | 1,18 g |
Den Großteil der Kohlenhydrate macht wiederum die Stärke aus: 27,3g/100g.
Über Jahrhunderte waren Maroni in vielen Gegenden Europas ein Grundnahrungsmittel. Maroni erlaubten es, auch einen Winter nach Mißernten zu überstehen.
Albero del pane (Baum des Brotes) ist eine Bezeichnung aus Italien. Das wichtigste Maroni-Produkt jener Zeiten war Kastanienmehl zum Brotbacken.
Heute gibt es eine Vielzahl von Handelsformen und Zubereitungen, von Maronipüree bis zum Maronbier. Eine kleine Auswahl von Maroni-Feinkost finden sie hier.
Ein aus Asien stammender Schlauchpilz verusacht Kastanienrindenkrebs,der am Ende zum Absterben des Baumes führt. Der Pilz dringt über Verletzungen der Rinde in den Baum ein. Die Sporen werden von Wind, Regen, Insekten, Vögeln und Menschen verschleppt.
Ein weiterer Pilz, die sogenannte Tintenkrankheit tötet die Bäume von der Wurzel her.